AUTOREN

Sollten Sie ein Stück für mich haben, dann senden Sie es bitte per Post oder email an mich und lassen sich nicht von Eugen Roth's Worten abschrecken (Eugen Roth: Ein Mensch Heitere Verse, Carl Hanser Verlag, München, S. 42):

Hoffnungen

Ein Mensch, der eben auf gut Glück

Versandte ein Theaterstück,

Erwartet nunmehr Tag für Tag

Gespannt die Antwort vom Verlag,

Die Träume schweifen weit, die kühnen,

Und rechnen schon mit tausend Bühnen,

Sie werden dreist und immer dreister.

Man wird ihm schreiben: "Hoher Meister..."

Was schreiben - drahten wird man gleich:

"Erbitten Rechte ganzes Reich!"

Nur manchmal denkt der Mensch beklommen,

Die Antwort müßte rascher kommen.

Jedoch, mit Träumen so gefüttert,

Bleibt sein Vertrauen unerschüttert.

Sehr plötzlich liegt dann auf dem Tisch

Sein Drama nebst gedrucktem Wisch:

"Man habe für die p. p. Sendung

Hochachtend leider nicht Verwendung,

Womit jedoch in keiner Richtung

Man zweifle an dem Wert der Dichtung!"

Der Mensch, der eben noch im Geist,

Und Flugzeug nach Berlin gereist,

Um zu erobern sich die Welt -

Notlandet schlicht im freien Feld.